Die Kunsthandlung Hülsmeier zeigt ab dem 22. August 2008 Unikate, Skulpturen und graphische Arbeiten des 2007 verstorbenen Künstlers Jörg Immendorff. Der Düsseldorfer Kunstprofessor und Beuysschüler wurde in den 60er Jahren bekannt durch spektakuläre kunstpolitische Aktionen in denen er deutsch-deutsche Befindlichkeiten drastisch thematisiert und in Szene setzt, was 1969 schließlich zu einem Verweis von der Akademie führte. Immendorff arbeitet zunächst als Kunsterzieher und nimmt an der Documenta 5 (1972) und 7 (1982) teil.
Seit 1981 lebt Immendorff als freischaffender Künstler in Düsseldorf. Sein thematischer Schwerpunkt ist weiterhin die deutsch-deutsche Politik.
Im Gegensatz zu anderen zeitgenössischen Künstlern bleibt Immendorff der gegenständlichen Kunst verbunden, die durch das Aufkommen der "Neuen Wilden" wieder gesellschaftsfähig wurde.
Sein direkter holzschnittartiger Stil vermittelt sich bewusst zugänglich und leicht verständlich, ohne den intellektuellen Anspruch zu vernachlässigen.
Mit Jörg Immendorff verbindet sich auf geradezu spektakuläre Weise das Bild eines erfolgreichen, jegliche Konventionen brechenden Künstlers, der - im Gegensatz zu vielen anderen Künstlerkollegen - politisch und gesellschaftlich Stellung bezog.