Franz Hecker (*1870-1944)

Franz Hecker gilt als typischer Vertreter des Spätnaturalismus. Nicht nur seine Motivwahl und die handwerkliche Perfektion faszinieren, sondern auch der Blick in eine verloren gegangene Welt. Es ist eine langsamere und stillere Welt, in der die bewahrte Schönheit der Natur und die noch lebendigen Traditionen in den Motiven anklingen. Franz Hecker gehört zu den beliebtesten Künstlern im Osnabrücker Raum. Geboren im November 1870 in Bersenbrück beginnt er 1890 an der Kunstakademie in Düsseldorf zu studieren. Schon 1892 verkaufte er zwei Gemälde an den Württembergischen Kunstverein Stuttgart. Der Künstler nimmt 1897 mit seinem "Kinderbildnis" an der "Grossen Berliner Kunstausstellung" teil. 1903 veranstaltet der neugegründete Dürerbund eine Ausstellung mit 68 Gemälden von Franz Hecker im Museum von Osnabrück. Fast 40-jährig entstehen die ersten Radierungen. Bei einem Studienaufenthalt in Capri erlernte er das Verfahren und konnte dies später in Worpswede durch Heinrich Vogler perfektionieren. Der Künstler hält sich 1907 in Amsterdam auf, weil er sich dort vor allem für die Rembrandt-Radierungen interessiert. 1909 folgen weitere Ausstellungen im Landesmuseum Münster, sowie die Teilnahme an der Jahresausstellung im Glaspalast München. Aus Anlass des 70. Geburtstages findet im Osnabrücker Schloss eine grosse Hecker-Retrospektive statt. Sie vermittelt den Einblick in sein Gesamtwerk und erstreckt sich in über sieben Ausstellungsräumen. Dieselbe Ausstellung wird  anschließend im Bielefelder Museum gezeigt. Im Januar 1944 wird ihm die Justus-Möser-Medaille verliehen. Im November des selben Jahres verstirbt Franz Hecker durch eine Fliegerbombe. Viele Sammler schätzen vor allem seine Radierungen und Schneelandschaften.    

Diese und weitere Arbeiten finden Sie in unserer Galerie!

Alle Bilder sind konservatorisch hochwertig gerahmt!

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