A.R. Penck (*1939-2017)

A. R. Penck, eigentlich Ralf Winkler nahm 1953-1954 Mal- und Zeichenuntericht bei Jürgen Böttcher (Strawalde) und wurde Mitglied der Künstlergruppe Erste Phalanx Nedserd, die sich kompromisslos einer freien alternativen Kunst verschrieben hatte. Aus diesem Grund war er von einem Studium an einer staatlichen Universität ausgeschlossen und bewarb sich viermal erfolglos an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Unter dem Pseudonym A.R. Penck wurde er 1966 Kandidat des Verbandes bildender Künstler der DDR.  Seit 1969 geriet  A. R. Penck zunehmend ins Visier  der Stasi. Seine Bilder wurden beschlagnahmt, seine Mitgliedschaft im VBK wurde abgelehnt. Vor allem nach der Verleihung des Will-Grohmann-Preises 1975 durch die Akademie der Künste in West-Berlin nahmen die Kontrollen der Staatssicherheit zu. 1976 lernte Penck Jörg Immendorff kennen, mit dem ihn seither eine feste Freundschaft verband.1980 schließlich wurde er ausgebürgert. Der  Künstler A.R. Penck gehört als Vertreter einer gestischen Malerei und Grafik zu den bedeutendsten Gegenwartskünstler. Die bis zum "Strichmännchen" reichende Simplizität seines Repertoires steht in auffälligem Kontrast zu einem hohen Grad an Reflexion. A. R. Penck setzt sparsame Kürzel, abstrakte Zeichen und verstreut figürliche Motive. Schon 1972 war A.R. Penck Teilnehmer der Documents 5 in Kassel, sowie später auf der Documenta 7 und 9 vertreten. Die Teilnahme mit Bildern an der Documenta 6  1977 wurde durch die Stasi verhindert. Die subversiven Chiffrenbilder wurden im Westen schnell zu begehrten Objekten. A. R. Penck stieg in der Garde der deutschen Neo-Expressionisten zu einem der berühmtesten deutschen Maler in der internationalen Kunstszene auf. Werke von A.R. Penck hängen heute in allen wichtigen Museen moderner Kunst weltweit.

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