Friedrich Vordemberge-Gildewart (*1899-1962)

Kaum einer kennt ihn in seiner Heimatstadt, den wohl einzigen deutschen Vertreter des Konstruktivismus. Der in Osnabrück geborene Friedrich Vordemberge-Gildewart (*1899-1962), war ein international bekannter konstruktivistischer Künstler. Um sich von seinem gleichnamigen, zwei Jahre älteren Cousin Friedrich Vordemberge abzuheben, setzte er hinter seinem Geburtsnamen den Zusatz -Gildewart. Prägend für seine Arbeiten sind die graphischen Elemente: schräge Geraden, schwebende Dreiecke und schmale Stäbe. 1919 studierte er an der Technischen Hochschule in Hannover Architektur, Malerei und Plastik. Er lernte die Künstler Hans Arp, Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer und Kurt Schwitters kennen. Zusammen mit Hans Nitschke gründete Vordemberge-Gildewart 1924 die Künstlergruppe "Gruppe K". Durch Theo van Doesburg wird er ebenfalls Mitglied in der Gruppe "De Stijl". 1927 ruft Vordemberge-Gildewart zusammen mit Carl Buchheister, Rudolf Jahns, Hans Nitschke und Kurt Schwitters die "abstrakten hannover" ins Leben. 1932 folgte die Mitgliedschaft in der Künstlergruppe "Abstraction-Création". Er nahm an vielen internationalen Ausstellungen in London, New York sowie Paris teil. Von 1954 an bis zu seinem Tod am 19. Dezember 1962 war Vordemberge-Gildewart an der Hochschule für Gestaltung tätig. Vordemberge-Gildewart beteiligte sich 1955 an der Dokumenta 1 und an der Dokumenta 2 1959. Die Stadt Osnabrück verlieh ihm die Justus Möser Medaille. Sein Gesamtwerk umfasst 9 Aquarelle, 27 Collagen, 7 Fotomontagen, 223 Kompositionen, 6 Lithographien, 22 Studien und 106 Zeichnungen. Werke von Vordemberge-Gildewart hängen in über 40 Museen weltweit. Er wurde auf dem Hasefriedhof in Osnabrück bestattet. VG ist noch ein Geheimtipp, einer für Eingeweihte! 

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