Von naturalistisch bis Informel - Werke von Hecker, Immendorff, Janssen, Jouhet und Penck

In Franz Hecker erleben Sie mit seinen stillen Darstellungen der Welt einen Vertreter naturalistischer Malerei. Bei Jörg Immendorff geben Bilder in gegenständlicher Bildsprache vor allem die politischen Verhältnisse in Deutschland wieder. Horst Janssen und Radierung bilden eine untrennbare Einheit und stehen für großartige zeichnerische Interpretationen. Christian Jouhet vermittelt durch seine ästhetischen Darstellungen immaterieller Zustände poetische Eindrücke. Elementare Figuren in Chiffreform bietet Ihnen Künstler Penck mit seinen ausdrucksstarken Darstellungen.

Der Osnabrücker Künstler Franz Hecker

Geboren ist Franz Hecker 1870 in Bersenbrück. In Osnabrück findet er seinen Lebensmittelpunkt. Franz Hecker zählt zu den Vertretern des Spätnaturalismus. Es entstehen Gemälde, vor allem Radierungen, die ihn überregional bekannt machen. Seine detailreichen Darstellungen zeigen Landschaften und die Schönheit der Natur. In Gemälden, Radierungen und anderen Techniken realisiert Franz Hecker seine Motive. In der Graphik "Blühende Kastanie" legt Franz Hecker sein Augenmerk auf die immense Fülle des blühenden Baumes. Während das Ölgemälde "Frühling in Lauffen am Neckar" die luftige und stille Atmosphäre von Ort und Fluss aufgreift. 

Jörg Immendorff Bilder in Düsseldorf

Geboren ist er 1945 in Bleckede nahe Lüneburg. Ab 1964 studiert Jörg Immendorff bei Joseph Beuys. Zwischen 1965 und 1970 nutzt Jörg Immendorff seine Bilder für Aktionen und Manifestationen an der Kunstakademie Düsseldorf. Ab 1996 kann Jörg Immendorff Bilder als Professor ausstellen. Mit seinen gegenständlichen Darstellungen entwickelt Jörg Immendorff seine Bilder zu einer Marke für politische und kulturelle Themen. Jörg Immendorff zeigt Bilder mit vielfältigen Details in symbolischen Darstellungen wie bei "The Rake". Später stellt Jörg Immendorf seine Bilder auf eine vereinfachte Bildsprache und reduzierte Farben um wie in "Café-D-Gut". 1998 wird Jörg Immendorff der Verdienstorden der BRD verliehen.

Gegenständlich, gesellschaftskritisch und sarkastisch - die Janssen Radierung

Horst Janssen ist 1929 in Hamburg geboren und verbringt seine Kindheit in Oldenburg. Ab 1945 studiert er an der Landeskunstschule in Hamburg und arbeitet ab 1951 als freischaffender Künstler. Horst Janssen ist Zeichner, Graphiker, Lithograph und nutzt die Drucktechnik der Radierung. In einer Janssen Radierung spielen ironisch interpretierte Porträts und Selbstporträts eine Rolle. Die Janssen Radierung begründet seinen Ruf als genialer Zeichner und Graphiker. Die Janssen Radierung wird national und international ausgestellt. Janssen erhält zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Eine Janssen Radierung ist vielschichtig und detailreich, beispielsweise bei der „Mouton Rothschild“ Serie.

Christian Jouhet visualisiert Empfindungen


Der Künstler ist 1948 in Frankreich geboren. Christian Jouhet beschäftigt sich mit der visuellen Darstellung von Licht und Schatten, Wellen und Wind. Inspiriert wird er durch fließende Strukturen und materielle Texturen. Damit steht Christian Jouhet in der Nachfolge des Art Informel.

Künstler wie Emil Schumacher, Antoni Tápies oder Pierre Soulages sind seine Vorbilder. Für seine künstlerische Zeichensprache verwendet Christian Jouhet handgeschöpfte Papiere, arbeitet mit Papierfasern oder Prägungen. Der Ausdruckskraft von Christian Jouhet können Sie beispielsweise in "Just you and Me" oder "Four for Four" nachspüren.

Der Künstler Penck und seine Elementarzeichen

Er ist 1939 in Dresden geboren. Der Künstler Penck ist einer der bedeutendsten Gegenwartskünstler und gilt als Vater der Neuen Wilden. Ab 1966 nennt er sich A.R. Penck. Der Künstler Penck lebt unter anderem in Westdeutschland. Er wird international bekannt und erhält zahlreiche Preise. Bereits in der DDR entwirft Künstler Penck seine Bildsprache mit Strichmännchen. Für die einfachen und archaisch anmutenden Bildzeichen bedient sich der Künstler Penck bei der primitiven Symbolik der prähistorischen Höhlenmalerei. Markante Striche und eine expressive Farbpalette bestimmen die Bildkompositionen in "Session in Orange" oder "Samson und Delilah mit Sphinx".