Christa Rademacher-Schacht (*1954 -)

Die Glaskünstlerin Christa Rademacher-Schacht wurde 1954 in Rheine geboren. Ihre künstlerische Tätigkeit begann schon während der Schulzeit. Die ersten Graphiken fertigte sie für ihre Kirchengemeinde an. Im Hinblick auf das beabsichtigte Kunststudium bildete sie sich in Arbeitsgemeinschaften für Portraitzeichnen, Graphik und Tonarbeiten weiter. Die Entscheidung zunächst Medizin zu studieren und das Kunststudium auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen, fiel 1974. Bis 1979 studierte Rademacher-Schacht an der münsterschen Wilhelms Universität. Ihre Freude an handwerklichen Tätigkeiten veranlasste sie parallel zum Studium halbtägig zwei Jahre lang eine Schreinerlehre in Münster-Handorf zu absolvieren. Die "Studienstiftung des deutschen Volkes" förderte ihr künstlerisches Talent. In diesem Zusammenhang beschäftigte Rademacher-Schacht sich mit der analytischen Farblehre Goethes und Johannes Ittens. Von 1979 - 1986 setzte sie ihre Laufbahn als Medizinerin an den Universitäten Osnabrück, Bielefeld und Damme mit ihrer Facharztausbildung zur Chirurgin fort. Seit 1989 bis heute ist Christa Rademacher-Schacht als selbstständige Chirurgin tätig. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit war der Künstlerin immer ihre kreative Arbeit wichtig. In ihrem privaten Atelier schuf sie Aquarelle, Acrylbilder, Collagen und Harzarbeiten.Sie nahm an Kursen für informelle Malerei und Glasverarbeitung bei der Dozentin Ute Kaul teil. Während der letzten Jahre konzentrierte Rademacher-Schacht sich mehr und mehr auf ihre künstlerische Entwicklung. Ins Zentrum rückte zunhemend der für Bilder ungewöhnliche Werkstoff Glas. Mit eigenem Equipment und selbst entwickelten Techniken und Ideen fokussierte sie sich auf experimentelles Arbeiten. Neben Bildern mit unterschiedlichsten Motiven, fertigte sie dreidimensionale Objekte, Schalen und Masken an. Raffinierte Kombinationen aus verschiedenfarbigen Gläsern und Metallen (Gold, Platin, Kupfer, Silber) erzeugen eine extraordinäre visuelle Spannung, die den Werken Leben einhaucht. Bei der Motivauswahl lässt die Künstlerin ihrer Fantasie freien Lauf. Neben improvisierten Städtebildern findet man kunstvoll gestaltete Portraits, angedeutete Landsschaften und einem imaginären Rhytmus folgende Konstrukte. Der faszinierende Werkstoff Glas wird durch Licht in seiner Wirkung unterstützt und verleiht den Objekten eine fast sakrale Aura.